Oft gestellte Fragen zur Warenwirtschaft an uns mit Antworten

Neudeutsch heißt diese Seite FAQ = frequently ask questions, wir bleiben hier lieber in Deutsch, weil wir unseren Benutzern und Interessenten nicht mit Abkürzungen oder Schlagworten (oft nicht vorhandene) Kompetenz demonstrien müssen oder wollen.

 

 

Microsoft Windows XP, Arbeitsplätze mit StarOffice als Anwort von VELODATA

Von uns gelieferte neue PCs haben in der Regel WINDOWS XP Prof. und in Zukunft wohl auch Windows Vista, da XP auf absehbare Zeit nicht mehr lieferbar ist. Aber auch alte PC ab Win95 können als Arbeitsplätze Verwendung finden. Windows, weil wir es für so toll halten, sondern Windows, weil der Anwender im Einzelhandel oft über vom Lieferanten verfügbare Software dazu gezwungen wird.

Microsoft Windows Vista verändert die PC-Welt ?

Aus Sicht der Fa. Microsoft wird Windows Vista der Computerbranche durch die bei Vista oft erforderliche Neubeschaffung von Hard- und Software erheblichen Auftrieb bringen. Analysten sehen Kosten in Milliardenhöhe für die Anwender in Wirtschaft und Behörden. Mehr Nutzen im Gegensatz zu 98 oder XP sehen wir beim gewerblichen Anwender nicht.

Diese Problemstellung führt dazu, dass wir in Zukunft verstärkt Arbeitsplätze ohne Microsoft Office oder unter dem Betriebssystem LinuX bzw. als Terminal anbieten. Egal ob Windows, unter Linux, für Standardanwendungen, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation empfehlen wir OpenOffice.

Die Gründe im einzelnen:

Nach unserer Ansicht haben viele Einzelhändler bisher nicht lizenzierte Microsoft-Software im Einsatz. Von dem einmal gekauften Win Word installiert auf drei Arbeitsplätze, über den zusammengestellten PC mit einem preiswert organisierten WIN2000 Server bis zur nicht lizenzierten Datenbank. Es sind natürlich nur Vermutungen, genau geschaut haben wir nie. Daher machen wir uns auch nicht als Mitwisser strafbar. Oft kennt der Betriebsinhaber selbst die Probleme nicht, sei es wegen der unübersichtlichen Lizenzen oder weil er gar von einem unsoliden Lieferanten beliefert wurde. Trotzdem, Ahnungslosigkeit schützt nicht vor Strafe. Erhebliche zivile und strafrechtliche Folgen, besonders für den Verantwortlichen, in der Regel Geschäftsführer oder Betriebsinhaber, können entstehen.

Ab Windows-XP und verstärkt unter Vista werden die Lizenzierungsverfahren bei MICROSOFT immer rigoroser. Die Software wird installiert, liest zahlreiche Informationen aus der Hardware und bildet einen Schlüssel, der dann vom Microsoft speziell für diese Hardware mit einem Gegenschlüssel lizenziert und freigeschaltet wird. Bei einer (gravierenden ?) Änderung in der Hardware wird die Prozedur erneut erforderlich. Wird dieses Verfahren nicht eingehalten, stellt die Software nach einer gewissen Bedenkzeit den Dienst ganz oder teilweise ein.

Dies ist erst einmal legitimer Schutz gegen Softwarediebstahl.
Bedenklicher ist schon das Verfahren. Große Mengen verschlüsselter Daten (weit mehr als für einen Schlüssel und eine Adresse notwendig) werden dabei vom Besitzer unkontrollierbar übertragen. Es ist also großes Vertrauen in den Empfänger notwendig, dass er nicht noch ganz andere Interessen hat.

Tatsache ist, dass Microsoft den Einsatz und den Ort seiner Lizenzen nun dauerhaft kontrollieren kann. Nicht nur in der Anschaffung, sondern auch bei einem technisch machbaren Zwang zum Update, beispielsweise bei einer Änderung der PC-Hardware, kann es unvorhersehbar Geld kosten. Die Höhe der Folgekosten liegt allein im Ermessen und am Wohlwollen der Firma Microsoft. Der Protest großer Unternehmen und Behörden hat zu sogenanntenVolumenlizenzen geführt, interessant bei 50 Arbeitsplätzen und mehr, mit 3, 4 und 5 Plätzen haben kleinere Betriebe das Nachsehen.


Wir bieten als Alternative alle von uns gelieferten PC-Arbeitsplätze mit einem fertig installierten StarOffice an.
OpenOffice ist auf beliebigen Arbeitsplätzen kostenlos einsetzbar, allenfalls für Handbücher oder fertige CD's muss noch Geld ausgegeben werden. Der Leistungsumfang der enthaltenen Textverarbeitung und Tabellenkalkulation übersteigt genau wie bei Microsoft-WinWord und Excel - aus unserer Sicht die Ansprüche eines normalen Einzelhändlers. Aber auch HTML-Editor, Texte und Tabellen sind einfach machbar, so dass auch die Kommunikation mit Kollegen, die mit Microsoft_Produkten arbeiten, gewährleistet ist.


EDV im Betrieb bringt zwar besseren Überblick, bedeutet aber doch mehr Arbeit.

Nein, das stimmt nicht. Die Verwaltung per EDV in einem Zweiradbetrieb darf maximal im ersten Jahr "Mehrarbeit" bedeuten, ab dem zweiten Jahr muss sie Arbeitskraft für andere Tätigkeiten freisetzen. Das geht aber nur, wenn ein System "rund läuft". Daher, der Verkaufsvorgang darf zwar den gleichen Aufwand erfordern wie der alte manuelle Vorgang, er muss dann aber Kunden- und Bewegungsdaten quasi als Abfallprodukt speichern.
Die Artikelpflege muss mit Hilfe der Daten der Lieferanten minimiert werden. Der trotzdem verbleibende Pflegeaufwand muss sich mit Beschleunigungen gegenüber manueller Kalkulation zumindest kompensieren. Das EDV-System muss mit sachgerechten Bestellvorschlägen dann bei der Bestelltätigkeit eine echte Zeiteinsparung ermöglichen. Der nachfolgende Aufwand des zur Bestandsaktualisierung notwendigen Wareneingangs darf keineswegs den Aufwand der manuellen Wareneinlagerung überschreiten.
Eine solche Arbeitsweise bedeutet aber, dass der Kassenplatz am Tresen ständig verfügbar ist, während zumindest ein zweiter Arbeitsplatz für die Nebenarbeiten ständig bereitsteht. Ein Einplatz-System kann dies auch in Kleinstbetrieben nicht erfüllen, sondern bedeutet ständig Nach- und Mehrarbeit.


Erst mal möchte ich mit einem kleinen Programm meine Kunden verwalten, der Rest kommt später.

Der einzelne Einsatz eines PC zur nachträglichen Kundendatenerfassung macht wenig Sinn. Besser ist eine Lösung, bei der die Fahrrad- oder Werkstattrechnung eine automatische Kundendatenerfassung im Hintergrund auslöst. Da bei fast jedem Fahrradverkauf Zubehör und Kleinteile mit anfallen, entsteht durch deren Mitfakturierung zwangsläufig ein integriertes System.
Beispiel bei 500 Fahrräder per Jahr:
Manuelle leserlicher Rechnung erstellen 5 Minuten, tägliche Nacherfassung per PC mit abendlichem Programmstart 5 Minuten. Summe 10 Minuten x 500 = 5000 Min bzw 83,3 Std bei 75,- = 6.247,50 DM
Kundenerfassung und Verkauf über Systemkasse 4 Minuten (bei Stammkunden entfällt die Erfassung 4 Minuten x 500 = 2000 Min bzw. 33,3 Std bei 75,- = 2.497,50 Unterschied DM 3.750,00 per Jahr
Allein dieser Unterschied trägt schon die Mehrkosten einer vernünftigen 2-Platz-Lösung.
Hinzu kommt der spätere Aufwand der Umstellung. Alles was Sie bei der Bedienung gelernt haben, können oder müssen Sie später beim Einsatz einer großen Lösung vergessen.


Wir möchten im ersten Start nur die Fahrzeuge verwalten, die Kleinteile sind zuviel Arbeit

Nach unserer Meinung ein zwar denkbarer, im Prinzip aber falscher Ansatzpunkt. Die EDV ist ein nützlicher und arbeitssparender und einfach einzusetzender Helfer bei Massenartikeln, denn diese kann sie nahezu eigenständig verwalten. Gerade bei Fahrradbetrieben stellt sich durch die nun vorhandenen Zahlen bei einem EDV Einsatz heraus, dass diese Massenartikel und Kleinteile einen unvermutet hohen Umsatzanteil haben. Der Ertragsanteil dieser Artikel ist aufgrund der Kalkulation noch höher als der Umsatzanteil und übersteigt oft 50% der gesamten Roherträge.
Bei Großartikeln (Fahrräder) kann in kleinen und mittleren Betrieben die EDV aufgrund zu geringen Zahlenmaterials über Zeiträume und Stückzahlen (Mode) das "Fingerspitzengefühl" des Händlers nicht ersetzen. Ab einer gewissen Größe und einem Umschlag kann sie aber durch Aufzeigen von Trends (Statistik), Entscheidungen in diesem Bereich unterstützen. Die hierzu erforderliche Pflege und Zuordnung dieser ständig wechselnden Artikel zu Gruppen wird aber selbst in Betrieben mit EDV aus Zeitmangel zum Problem.



Die EDV veraltet wahnsinnig schnell, darum Leasing oder Miete, so bin ich immer auf dem neuesten Stand.

Leasing, Miete oder kaufen. Dazu haben wir für den Kunden eine spezielle Information mit Gegenüberstellung der Belastungen und Vorteile erstellt. Im Download-Bereich erhältlich. Übrigens zum Thema veraltet: wir arbeiten unter Linux. Bei den meisten unserer Kunden lebt die Hardware doppelt so lange wie anderswo. Und die Software bleibt per günstigem Pflegevertrag aktuell.



Eine Lieferantendatenübernahme wird doch von vielen angeboten, was ist bei VELODATA anders ?

Viele Anbieter werben damit. Denn es ist auch ein entscheidendes Kriterium, wie groß der Pflegeaufwand der Artikel über die Jahre wird. Es sollten zumindest alle wichtigen Kleinteilelieferanten mit hohen Artikelstückzahlen abgedeckt werden. Zu unterscheiden ist eine einmalige Übernahme zur Artikelerfassung und eine dauernde Möglichkeit zur Datenaktualisierung.
Werden die Schnittstellenprogramme ausgeliefert, können beliebig oft Daten ohne weitere Kosten übernommen werden. Werden reine Daten vom Softwarelieferanten geliefert, so entstehen hier in der Regel laufende Kosten. Bei VLHS sind die Schnittstellen in beliebiger Anzahl grundsätzlich im Lieferumfang enthalten.
Wie gut ist die Datenübernahme ? Bleiben erfasste oder geänderte Texte und Daten erhalten. Wie erfolgt die Kalkulation? Werden eigene Werte nach Vorgaben automatisch ergänzt. Es ist in der Regel unmöglich bei 5000 oder 6000 Artikeln eines Lieferanten diese beim Einlesen einzeln nachzuarbeiten. Bei VLHS wurden schon im Grundkonzept diese Kriterien bedacht und erfüllt.


Warum soll es für mich wichtig sein, wie lange der Softwarehersteller am Markt bleibt ?

Jedem Anwender sollte klar sein, dass mit dem Ausscheiden seines Softwarehauses aus der Branche notwendige branchenspezifische Weiterentwicklungen und Anpassungen unterbleiben. Damit wird aber seine Investition zwischen 3.500,- und 15.000,- EUR nach kurzer Zeit wertlos. So mussten wir vor dem 31.12.2006 zur MwSt einige Kunden von anderen Systemen umstellen, weil bei der Software der Steuersatz mit 16% ohne Programmupdate durch den Hersteller nicht realisierbar war.



Welche Unterschiede gibt es zwischen einer Fahrrad- und Motorradsoftware ?

Es lässt sich erklären, wenn man einen Blick auf die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Branchen wirft. Dazu am Beispiel der Vergleich mit einen PKW-Betrieb, der der Verwaltung eines Motorradhändlers nahe kommt.

Ein PKW-Betrieb hat einen Neuverkauf großer Objekte, Teile werden überwiegend (75-90%) über das Lager an die Werkstatt gegeben. Der Zugriff erfolgt fast immer über lange Original-Herstellernummern. Statt Kassenbons werden überwiegend Rechnungen erstellt, in der Regel zuzüglich MwSt. Wartezeiten für den Kunden durch Erfassen von Kundendaten für die Rechnung werden im Teileverkauf hingenommen Eine Kassenführung ist oft getrennt von der EDV. Bei PKW- und Motorradhändlern besorgt der Händler für den Kunden selbstverständlich jedes Ersatzteil für das/die von Ihm vertriebenen Fabrikate. Von dem genannten Artikelvolumen sind unter 10% im eigenen Lager aber zu Bestellzwecken 100% jederzeit in der EDV greifbar. PKW-Händler sind überwiegend Vertragshändler, die Artikel kommen zu 90% von einem Lieferanten Die anderen Artikel teilen sich auf wenige andere Lieferanten auf. Das Artikelvolumen liegt bei +- 80.000 je nach Fabrikat.

Ein Fahrrad-Betrieb hat einen Neuverkauf von Fährrädern, Zubehör und Teileverkauf mit fließendem Übergang. Die Fakturierung erfolgt überwiegend 75-90% an den wartenden Kunden und weniger an die Werkstatt. Lange Herstellernummern sind unzumutbar. An der Theke müssen in kurzer Zeit viele Kunden oft in Hektik abgefertigt werden. Wartezeiten werden hier nicht akzeptiert. Es werden viele Bons mit Kleinbeträgen immer incl. MwSt erstellt.
Es gibt praktisch keine Vertragshändler mit einem Lieferanten. Der gleiche Artikel wird oft bei unterschiedlichen Lieferanten gelistet und bestellt. Das Artikelvolumen einschließlich der disponierbaren Artikel liegt bei +- 60.000 Artikeln.

Beim Fahrradhändler fördert VLHS von VELODATA per Software Zusatzverkäufe über Bestellungen wie bei PKW- und Motorradhändlern. Daher sind in dem für Fahrrad genannten Artikelvolumen die über Lieferanten bestellbaren Artikel enthalten. Bei anderen Softwareanbietern, die diesen Weg nicht gehen, gibt es teilweise technische Grenzen beim Artikelvolumen,die unter 10.000 liegen.

Die Warenwirtschaft VLHS unterstützt als eine der wenigen Anwendungen sowohl Fahrrad-und Motorradhändler und bietet die positiven Aspekte beider Bereiche in einem Softwarepaket !


Warum gibt es VLHS nur für UNIX bzw. LinuX ?
Eine Warenwirtschaft ist keine Textverarbeitung, bei dem man Fehler sofort sieht oder bei der ein verlorener Text mal schnell neu erfasst wird. Systemsicherheit uns Systemstabilität ist hier das erste Gebot. Es gibt keinen ernst zunehmenden EDV-Experten, der nicht bestätigt, dass UNIX hier erste Wahl ist. Von manchem "Experten" kommt das Argument zu groß, zu umfangreich für ein Geschäft als Klitsche.

Wer einen Fahrradbetrieb als Klitsche bezeichnet, der kennt die Abläufe nicht. Für uns ist auch die Verarbeitung in einem Kleinbetrieb genau so wichtig, wie bei Großbetrieben. Heute ist ein UNIX-System auf LinuX-Basis mit Sicherheit preiswerter als jede andere Mehrplatzumgebung und bietet gleichzeitig die angesprochenen UNIX-Vorteile. Microsoft bietet für Server spezielle teure Windows Varianten und Datenbanken an. Ein hoher Prozentsatz der für kleinere Einzelhändler angebotenen Warenwirtschaftssysteme wird aus Kostengründen (hohe Lizenzgebühren an Microsoft und andere) auf für den Mehrplatzbetrieb im Grunde ungeeigentern System und Datenbankbasis angeboten. Abstürze und Probleme im laufenden Betrieb sind oft die Folge.

Hinzu kommt die Frage, welches Softwarehaus kann in einem beschränkten Nischenmarkt, wie der Fahrradbranche, alle paar Jahre mit einer völlig neuen Entwicklung wieder beginnen.

Entweder hätten wir heute eine schlechte, mit heißer Nadel gestrickte Minimal-Software für eine alle paar Jahre wechselnde Windows Version, oder wir wären vor lauter Entwickeln lange pleite. Wofür ? Für angebliche Modernität,einen Zeitgeist ? UNIX ist mit Linux immer noch da und aktuell, wo ist MS-DOS oder Win 3.1, Win 98, Win2000 geblieben ? Auch XP ist in Kürze wieder Geschichte.


Warum ist VLHS teurer als ......

VLHS von VELODATA kostet in der kleinsten Ausbaustufe EUR 2.500,-. Von Kollegen habe ich erfahren, die VLHS-Lösung ist gut, umfangreich und stabil. Doch bei der Konkurrenz gibt es Lösungen für meinen kleinen Betrieb zum angemesseneren Preis für nur EUR 900. Und die Hardware, ein Komplett-System ist zwar die sichere Lösung - aber eure Preise ...

Ein MTB für 99,- EUR kann kein Fahrrad für den anspruchsvollen Biker sein, genau so wenig kann eine Softwarelösung für unter 1000,- EUR eine Branchenlösung mit Service und Beratung sein. Welcher vernünftige Mensch programmiert jahrelang eine Lösung, setzt für einen Verkauf, Beratung und Betreuung pro Projekt mindestens weitere 30 Stunden ein? Entweder ist der Anbieter Ihr Bruder oder er ist nach wenigen Monaten pleite und Sie stehen mit Ihrem Programm im Regen.

Auch wir beobachten dauernd den Wettbewerb. Im Vergleich zu vernünftigen Lösungen ist VLHS nicht nur preiswert, sondern unschlagbar günstig. Wichtig sind die Neben- und Folgekosten. Ein System auf Basis eines Linux- kann man nur mit einem System auf Basis eines Microsoft-Servers und nicht mit einer Per to Per Lösung vergleichen.


Brauche ich einen Softwarepflegevertrag ?

Bei komplexen Programmen ohne Softwarepflege kommen später oft finanzielle Überraschungen. Lieferanten-Schnittstellen z. B. ändern sich oft, manche jährlich. Teilweise werden Änderungen durch den Gesetzgeber erforderlich. Selbst der Mehrwertsteuersatz über änderbare Parameter ist zwar bei VLHS, aber nicht bei jedem Softwareanbieter selbstverständlich.

Fehlfunktionen sind nach dem Stand der Softwaretechnik bei jeder Software vorhanden und stellen sich erst nach Ablauf der Gewährleistung heraus, da kein Anwender in den ersten 6 oder 12 Monaten eine Software in allen Funktionen benutzt. Softwarepflege ist bei dem Stand der heutigen Programmtechnik bei umfangreichen Anwendungen genau so notwendig wie Inspektionen oder der Ölwechsel bei einem Fahrzeug und eine Kombination zwischen Wartung und Versicherung.

Bei uns ist die Beratung (Hotline) mit persönlichem Ansprechpartner mehr als 30 Stunden pro Woche dienstbereit und sonst mit Rückruf im Software-Pflegevertrag enthalten. Ganz billige Anbieter bieten eine Service-Nummer mit Kosten von bis 2,- EUR die Minute = 120,- EUR pro Stunde. Bei wechselnden Beratern im Call-Center kostet das Nerven und Geld.




Warum empfiehlt der örtliche Händler keine Branchenpakete ?

Bei Nachfragen höre ich etwas von Standardsoftware, WINDOWS, MS-ACCES oder so. Kollegen oder die Branchen-Fachpresse dagegen berichten meist über Software von Spezialanbietern, die oft am anderen Ende der Bundesrepublik angesiedelt sind.

Antwort: Der Massenverkauf läuft über den privaten Computerfreak. In diesem Geschäft ist es kaum möglich, sich mit speziellen und komplizierten Nischenprodukten, wie einer komplexen Branchensoftware und der dazu passenden Hard- und Systemsoftware für einen örtlich kleinen Kundenkreis intensiv auseinander zu setzten. Daneben spielen vertragliche Bindungen eine Rolle. Es würde auch einem Honda- oder Giant-Händler schwer fallen, im Einzelfall ein Produkt von BMW oder Kettler zu empfehlen, welches er höchsten über Umwege beschaffen kann.


Komplettsystem oder Software alleine ? Hardware örtlich?

Der Händler kennt aber doch die Geräte und ist bei Problemen viel näher dran. Was ist aber dann mit der Gewährleistung und Hilfestellung?

Antwort: Das trifft je nach Hardware manchmal zu.. Doch ein EDV-System besteht vereinfacht aus 10% Gerät, 30% Betriebssystemsoftware und 60% Anwendersoftware. Probleme entstehen überwiegend aus dem fehlerhaften Zusammenspiel dieser Komponenten.. Zur Eingrenzung von Fehlfunktionen ist die Kenntnis des Zusammenspiels aller Komponenten erforderlich.

Eine wochenlange Arbeit, sich in eine fremde Anwendersoftware, wird für einen Händler in Bezug auf einen einzigen Kunden kaum zu finanzieren sein.

Erstaunlicherweise erleben wir selbst bei nachgerüsteten Windows PC oder Router, dass einige Händler noch nicht einmal in der Lage sind, diese ordentlich für das Netzwerk eingerichtet auszuliefern, obwohl dies zu den Grundkenntnissen eines Profis zählt.



Die Hardware ist beim Softwareanbieter doch teurer ? Wenn ich so ein Teil im Kaufhaus, bei EBAY oder im PC-Handel sehe und mit den Preisen der Lösungsanbieter vergleiche, so liegen Welten im Preis.

Beim Kaufhaus und auch bei im Wettbewerb stehenden Anbietern wird meist ein Gerät im Karton für den privaten Gebrauch (Eigenleistung der Inbetriebnahme) angeboten. Von der Beratungsqualität mancher Anbieter ganz zu schweigen, ist die Installation und Gewährleistung der Abstimmung zu einem funktionsfähigen System nicht im Preis enthalten.

Der Installationsaufwand von 1,5 Stunden oder mehr für einen Windows PC im Netzwerk, kann nur noch per Mischkalkulation aufgefangen werden. Bei separater Zahlung für Dienstleistung und Hardware ist der Softwareanbieter oft die günstigere Lösung.


Soll ich einen Scanner an der Kasse einsetzen ?

VLHS kann sowohl EAN-Etiketten ausdrucken als auch scannen. Falls in Ihrer Branche z. B. Spielwaren, verpackte Artikel eine große Rolle spielen und die Mehrheit der Artikel einen EAN-Code trägt, empfehlen wir den Einsatz eines Scanners. Auch die Daten der Lieferanten enthalten in dieser Branche die EAN-Nummer.

In der Fahrradbranche z. B. sind dagegen viele Artikel von Form oder Art kaum in ausreichender Größe zu etikettieren. Manche Softwareanbieter empfehlen hier den Einsatz einer Tafel zum Scannen. Oft wurde hier bei der Software auch keine sichere Doppelnummer (lange Bestellnummer / kurze PZ gesicherte Verkaufsnummer) vorgesehen. Wir sind der Ansicht, dass eine Tafel, die dann unter Umständen einige hundert Artikeletiketten enthält, zu einem schnellen Kassenvorgang ungeeignet ist. Die Tastatureingabe per Kurznummer in VLHS ist unter diesen Umständen einfach, sicherer und schneller und auch in reinen SB-Abteilungen bewährt.


Brauche ich oder soll ich Windows am Arbeitsplatz einsetzen ?

Unter VLHS können Sie ein beliebiges System als Arbeitsplatz (ab Windows 95) einsetzen. Ihre gesamte Warenwirtschaft läuft aber weiter unter dem sicheren UNIX-System.

Das berüchtigte Abstürzen eines Windows-Rechners tangiert nicht Ihr gesamtes System oder die Sicherheit Ihrer Daten. Der große Vorteil eines Windows Arbeitsplatzes liegt im beliebigen Einsatz zusätzlicher Software mit Zugriff auf beide Welten. Diese Vielfältigkeit ist aber auch der große Nachteil. Per Mausklick lässt sich, bei VLHS zum Glück begrenzt auf diesen Arbeitsplatz auch wieder alles vereinfacht gesagt zerstören.

Art des Arbeitsplatzes bzw. des Bedieners  WIN  UNIX/LINUX
Bediener ohne jede EDV Erfahrung  Nein  Ja
Bediener mit EDV bzw Windows Erfahrung  Ja  Bedingt
Büro, Textverabeitung, Tabellenkalkulation erwünscht  Ja  Ja
Kassenplatz, SB-Verkauf, hohe Anforderungen an Betriebsicherheit  Nein  Ja
Kassenplatz mit Lieferantenkatalogen etc  Ja  nein
Arbeitsplatz in rauher Umgebung  Bedingt  Ja
Arbeitsplatz Wohnung  Ja  Bedingt

Die vorstehende Tabelle entspricht unseren Erfahrungen. Wir hatten noch nie Probleme, einen EDV-Muffel der älteren Generation z. B. an der VLHS-Kasse unter UNIX kurzfristig einzuweisen und auch zu betreuen. Der gleiche Benutzerkreis am Windows-Platz wird fast immer zum "Pflegefall" für die Hotline. Wenn Sie z.B. in der Werkstatt einen Arbeitsplatz mit dem Katalog eines Hersteller benötigen, muss sich das Argument "rauhe Umgebung" dem Argument "Lieferantenkatalog" unterordnen. Kommt jetzt aber noch hinzu, dass der Mechaniker, der den Platz bedienen soll, ein "EDV-Muffel" ist, sollte man überlegen, ob man den Katalog nicht doch zugunsten eines UNIX-Platzes hier weg nimmt. Es nutzt wenig, beides vorzusehen und es wird dann nicht benutzt, weil zu kompliziert.


Soll ich nicht besser noch etwas warten, PC's werden doch immer billiger ?

Wie würden Sie Ihrem Kunden/Interessenten eine solche Frage beantworten ? Aber Scherz beiseite, nach unserer Meinung ist die Talfahrt der Preise zu Ende. 1980 zahlte ein Zweiradhändler bei uns für ein 4-Platz-System komplett mit Software noch ca. 90.000,- DM. 1990 lag ein in etwa gleichwertiges System noch bei 20.000,- DM. 1998 lag der komplette Preis bei einem hochwertigen Server bei 20.000,-, Momentan 2006 liegt eine vergleichbare Lösung um 8.000,- bis 10.000,- EUR.

Tatsache ist, dass ein Einsteiger-PC seit längerer Zeit im allgemeinen so um die 400 bis 600 EUR liegt. Natürlich bekommt man für diesen Preis heute einen leistungsfähigeren Prozessor und mehr Plattenkapazität als vor 3 Jahren. Damit verbunden ist aber auch ein Qualitäts- und Service-Verfall. Auf der anderen Seite steigen die Aufwendungen für Lohn intensive Dienstleistungen. Dazu gehört unter anderem die bei einer Branchensoftware notwendige Betreuung. Trennen muss man aber auch zwischen einem VLHS-System auf Unix-Basis und einem Windows-System. Während durch den schnellen Versionswechsel von Windows (man hat fast den Eindruck eines absichtlichen Zusammenspiels) in kürzester Zeit die Hardware von gestern bei neuen Anwendungen "uralt" ist, sind diese Zeiträume bei UNIX sehr viel länger. In einem VLHS-System ist von solchen Entwicklungen lediglich der eine oder andere Arbeitsplatz betroffen, auf dem die neueste Fremdsoftware eingesetzt werden soll.