Eine Lösung, gewachsen aus der Zweiradbranche
Eine solide Basis und langfristige Zusammenarbeit für den Zweiradhändler

Unsere Firmengeschichte ist die Geschichte unserer Lösung für den Zweiradhandel, gleichberechtigt für Fahrrad- und Motorradhandel. Hier liegt nach wie vor unser Schwerpunkt, auch wenn heute viele andere Sortimente (vom Autozubehör über Motoristen bis hin zu Spiel- und Haushaltwaren) mit unterstützt werden.

 1974 übernahm der junge Kfz-Meister und Betriebswirt Dieter Koll den väterlichen Betrieb ZWEIRAD KOLL in Stolberg. Im Fahrradbereich war man Mitglied der ZEG, motorisiert wurden bekannte Namen wie SACHS, VESPA, PUCH, ZÜNDAPP, MOBYLETTE, KREIDLER und HERCULES vertreten. Mit dem Schwächeln der deutschen Hersteller kamen später noch HONDA und SUZUKI hinzu.
 1977 sprach in Deutschland noch niemand von Microsoft, MS-DOS oder Windows. Bei Zweirad Koll nahm der Ersatzteil-Bereich derart an Umfang zu, dass die Einführung einer eigenen EDV im Hause geplant wurde. Nixdorf, IBM und Sperry Univac waren die ersten Geprächspartner auf Herstellerseite. Damals wurde klar, dass für drei Arbeitsplätze eine Hardwareinvestition von ca. 75.000,- DM erforderlich war. Eine passende Software gab es nicht, die Entwicklung dazu würde noch ein mehrfaches der Hardware kosten. Der in die Planung einbezogene Schulfreund und Softwareentwickler Franz Josef Schreuer gab dann den Anstoß, was es nicht gibt, bauen wir selbst.
 1979

wurde die VELODATA GMBH zur Verwertung und weiteren Entwicklung der entstandenen Software von Dieter Koll und Franz J. Schreuer gegründet. Novum, zu diesem Zeitpunkt bestaunt und von einigen Kritikern auch als absurd belächelt, war ein Bildschirmarbeitsplatz als Kasse im Einzelhandel. 

Die BC7 von SPERRY-UNIVAC hinter der Ladentheke von Zweirad Koll. Eine RPG-Maschine als Grundlage für die VELODATA- Lösung. Nicht gerade tragbar mit fast einer Tonne Gesamtgewicht und einem Hardwarepreis ab 60TDM aufwärts. 64 bis 256KB Hauptspreicher für 2-6 Arbeitsplätze, 10 bis 30 MB Festplatte, trotzdem zügiges Arbeiten bei über 100.000 Artikel. Die Programme mußten damals einiges mehr leisten als heute !

 1980 Gemeinsam mit Sperry Univac, einem der damals weltweit größten EDV-Hersteller, stellte VELODATA auf der IFMA (Internationale Fahrrad - und Motorrad- Ausstellung) in Köln seine Warenwirtschaft mit direkt angeschlossenem Kassensystem vor.
Zu den ersten Kunden gehörten in Gummersbach Zweirad Müller, ZEG-Fahrradhändler, in Aachen die Fa.Buchental, damals HONDA-Motorrad und Teilegrosshändler und die Fa. Hans Perscheid, BMW, HONDA und VESPA-Händler in Wesseling. Der Sohn und Betriebsnachfolger Christoph Perscheid ist heute noch Kunde der VELODATA.
1980 Wer ist Wer in der Branche? Der Arbeitskreis Kundendienst der Fahrrad- und Motorradindustrie besucht nach der Messe zu einer zweitägigen Tagung die VELODATA in Stolberg. Im Ergebnis dieser Tagung entstehen die Schnittstellen zur automatisierten Artikelpflege von VELODATA zu den führenden Herstellern. Heute noch ist die VELODATA hier unbestritten der Softwareanbieter mit dem weitaus größten Angebot.
 
 1987 Die Zeit der großen und kleinen Dinosaurier (IBM34, Sperry-BC7) geht dem Ende zu. VELODATA muss umdenken und umstellen. MS-DOS oder das damalige wackelige Windows wurden als neue Basis verworfen.
Die Wahl fällt auf die Programmiersprache C und UNIX, welches seit Mitte der 70er Jahre schon etabliert und von SCO seit einiger Zeit auch für PC-Hardware verfügbar ist. Die Datengrundlage (Datenbank) wird von der damaligen BKS zur Sicherheit gleich in Sourcecode gekauft. Die harte Zeit einer Neuprogrammierung, wenn auch auf bestehenden Erkenntnissen, beginnt.
 
 1989 VLHS für die Betriebssystemgrundlage SCO-XENIX und SCO-UNIX ist da. Der Mitgründer Franz Josef Schreuer hat inzwischen die GMBH verlassen. Hans Werner Markmann ist als Unix- und C-Spezialist federführend bei der Neucodierung.
 1993 Die ZEG sieht im VLHS der VELODATA eine Konkurrenzsituation zum ZEG-Programm. Es kommt zu einer Dissonanz und einer Trennung zwischen ZEG und Zweirad Koll.
Die Aktivitäten von Dieter Koll konzentrieren sich mehr und mehr auf die Entwicklung in der VELODATA GMBH. Der Betrieb in der Innenstadt ist für eine Ausweitung im Motorradsektor ungeeignet. Die Geschäfträume der Immobilie im Eigentum von Dieter Koll werden teilweise für die GmbH freigestellt. Später erfolgt die Übergabe des Zweiradbetriebes an den jungen Zweiradmechanikermeister Stefan Mülbe, der Handel und Werkstatt unter dem Namen Zweirad Koll fortführt. Heute eigenständige Firmen: im Erdgeschoß der Zweiradhandel, im Obergeschoss die Softwareschmiede.
 1997 LinuX, ein freies UNIX-System, ist 5 Jahre alt und den Kinderschuhen entwachsen, VLHS von VELODATA kann nun auf einem kostenlosen freien Betriebssystem seine Leistung zeigen. Ersparnis in der Gesamtinvestition für den Zweiradhändler ca 1.500,- bis 4.500,- DM. Vorher war unter Experten unbestritten das UNIX im Gegensatz zu WIndows das leistungsfähigere und sichere Betriebssystem. Von Kritikern wurde bezweifelt, ob sich die Mehrkosten rechnen würden. Nun ist Unix mit LinuX nicht nur besser, sondern auch noch billiger (kostenlos) geworden.
 1998 VELODATA zeigt auf der IFMA die volle Integration von MICROSOFT-WINDOWS als Arbeitsplatz im System. Der Anwender kann frei entscheiden, welches Betriebssystem er für einen oder alle Arbeitsplätze bevorzugt.
 2000 Mit dem Eintritt der jungen Informatikerin Heike Koll übernimmt jetzt die zweite Generation bei der VELODATA GmbH Verantwortung bei der Weiterentwicklung unserer Software und damit Sicherheit für unsere Kunden. Heike Koll hat bereits als Gymnasiastin in den Sommerferien Ihre Frau im Zweiradladen gestanden und weiss, wovon sie spricht.

Im Laufe der Jahre sahen wir viele Anbieter mit "Lösungen" für den Zweiradhandel , Die großen Hersteller oft mit großem Aufwand und Werbung, u.a. Nixdorf, TA-Triumpf Adler AG, DEKRA-Data, die kleineren u.a. Dramm&Oldenburg, Staub, Klein, Gemida usw. Für einige war der Zweirad-Markt offenbar nicht groß genug, man machte andere Lösungen, andere gaben ganz auf.

Für den Anwender ist ohne laufende Betreuung und Anpassung der Software die Einsatzmöglichkeit zeitlich schnell begrenzt. Wie es weiter geht, werden die nächsten 25 Jahre zeigen, wir sind optimistisch !